Prüfungsvorbereitung

AP1 Vorbereitung — Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes

Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung für alle IT-Berufe: 90 Minuten, 100 Punkte, ein Betrieb richtet einen IT-gestützten Arbeitsplatz ein. Der Kurs geht die Themen des Prüfungskatalogs in der Fassung von 2025 durch: Nutzwertanalyse, Kostenrechnung, Netzplan, Beschaffung und Vertrag, Arbeitsplatz und Schnittstellen, Netz und Subnetting, Störungssuche, Speicher und Datensicherung, Datenbank-Grundlagen, Pseudocode und Schreibtischtest, Datenschutz, Schutzbedarf und Verschlüsselung, KI im Betrieb und der Umgang mit den Menschen im Betrieb. Durchgehend am Beispiel eines Handwerksbetriebs, der auf papierlose Auftragsabwicklung umstellt. Zum Schluss eine komplette Übungsprüfung mit Musterlösung.

21
Kapitel
12h
Lernzeit
Mittel
Niveau
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Das lernst du in diesem Kurs

  1. 1

    Die AP1 verstehen — Aufbau, Punkte, Zeiteinteilung

    Wie die AP1 aufgebaut ist: 90 Minuten, 100 Punkte, vier Handlungsschritte mit Materialien. Du lernst die Operatoren kennen, die Punktelogik hinter einer Aufgabe wie „Nennen Sie drei Risiken“ und eine Zeiteinteilung, mit der du keine Teilaufgabe mehr verschenkst.

  2. 2

    Den Auftrag verstehen — Ist-Ablauf, Schwachstellen, Soll-Konzept

    Wie du die Ausgangssituation einer Prüfung auseinandernimmst: Ist-Ablauf aufnehmen, Schwachstellen wie Medienbruch und Doppelerfassung benennen, einen Soll-Ablauf entwerfen und den Nutzen in Stunden und Euro beziffern. Dazu die Beurteilung von KI-Funktionen in Betriebssoftware.

  3. 3

    Projekt oder Tagesgeschäft — Merkmale, Risiken, Lasten- und Pflichtenheft

    Woran du ein Projekt erkennst und wie du die Merkmale am Sachverhalt belegst, statt sie nur aufzuzählen. Dazu das magische Dreieck aus Zeit, Kosten und Umfang, die Projektorganisation, eine vollständige Risikoliste und die Abgrenzung von Lastenheft, Pflichtenheft und Abnahme.

  4. 4

    Angebote vergleichen — die Nutzwertanalyse rechnen

    Ein wichtiger Rechenblock der AP1: Kriterien gewichten, Punkte vergeben, gewichtete Punkte rechnen, Nutzwert und Rangfolge bilden. Mit vollständig durchgerechneter Matrix für drei Angebote, beiden Rechenarten (Prozentsatz und Gewichtungspunkte), einer Lückentabelle wie in der Prüfung und den häufigsten Rechenfehlern.

  5. 5

    Angebote beurteilen — Gewichtung, knappe Ergebnisse, Fallen

    Was die Punktsumme nicht kann: Warum ein Vorsprung von 0,05 Punkten keine Entscheidung trägt, wie die Sensitivitätsprüfung eine Gewichtung auf die Probe stellt, warum Kosten nicht in die Nutzenmatrix gehören und wie man Kosten je Nutzwertpunkt bildet. Mit K.-o.-Kriterien, dem Streichen gleich bewerteter Kriterien und belastbaren Urteilen zu weichen Kriterien.

  6. 6

    Kosten rechnen — Kauf, Miete, Kosten je Stück

    Einmalkosten von laufenden Kosten trennen, linear auf Jahr und Monat verteilen, Kauf und Miete über 36 Monate gegenüberstellen. Dazu Kosten je Vorgang, die Break-even-Menge gegen ein Pauschalangebot, die Amortisationszeit und die Skontofrage — alles vollständig vorgerechnet mit den Fehlern, die dabei Punkte kosten.

  7. 7

    Beschaffung und Vertrag — vom Angebot bis zur Mängelrüge

    Wie eine Bestellung abläuft und wann daraus ein Vertrag wird: Bindungsfrist und „freibleibend", die abweichende Auftragsbestätigung als neuer Antrag, Onlinebestellung, Zahlungsziel und Skonto, Lieferverzug, Mangel mit Vorrang der Nacherfüllung sowie die Rügepflicht unter Gewerbebetrieben. Dazu eine Anleitung, wie du einen Miet- oder Wartungsvertrag Klausel für Klausel beurteilst.

  8. 8

    Terminplanung Teil 1 — den Netzplan rechnen

    Vom Vorgangsliste-Rohstoff zum fertig gerechneten Netzplan: die sieben Knotenfelder, die Arbeitstag-Zählweise mit FEZ = FAZ + D − 1, Vorwärts- und Rückwärtsrechnung Schritt für Schritt an neun Vorgängen des Rohrwerks Talbach, die vollständig ausgefüllte Tabelle sowie die einfachere Prüfungsform mit ersten und letzten Arbeitstagen und Randbedingungen.

  9. 9

    Terminplanung Teil 2 — Puffer, kritischer Weg, Änderungen

    Was die gerechneten Zeiten bedeuten: Gesamtpuffer und freier Puffer am selben Netzplan des Rohrwerks Talbach nachgerechnet, der kritische Weg A–B–C–F–H–I mit 20 Arbeitstagen, drei durchgerechnete Verzögerungsfälle, Verkürzen auf 17 Tage, zwei Vorgänge in einer Hand, eine Kapazitätsrechnung und der Vergleich von Balkenplan und Netzplan.

  10. 10

    Der Arbeitsplatz — Geräte, Schnittstellen, Ergonomie

    Bauformen vom Tower-PC bis zum Thin Client vergleichen und begründet auswählen, Schnittstellen und ihre Datenraten kennen, Schutzarten wie IP54 und IP65 lesen, die Akkulaufzeit robuster Tablets nachrechnen, eine USV nach Watt, VA und Überbrückungszeit prüfen und einen schlecht eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz beurteilen. In der echten AP1 Frühjahr 2025 gab es dazu 6 von 100 Punkten.

  11. 11

    Das Netz — IP-Adressen, Subnetting, DHCP und APIPA

    Netzanteil und Hostanteil verstehen, Netz- und Broadcastadresse über die Blockgröße bestimmen, ein Netz nach Gerätezahlen in Teilnetze zerlegen und die typischen Fehlerbilder deuten — von der Selbstvergabe 169.254.x.x bis zur falschen Subnetzmaske. Alle Rechenbeispiele sind vollständig durchgerechnet.

  12. 12

    Wenn nichts geht — Störungssuche und Support-Weg

    Störungen der Reihe nach von unten nach oben eingrenzen, die Werkzeuge ipconfig, ping, nslookup und tracert richtig einsetzen und den Support-Weg von der Erstbetreuung bis zum Hersteller festlegen — samt Meldeweg, Pflichtangaben, Priorität und Reaktionszeit.

  13. 13

    Speicher und Datensicherung — Speichermedien, Datenmengen, Wiederanlauf

    HDD und SSD vergleichen und das passende Speichermedium begründet wählen, Datenmengen über Jahre hochrechnen, GB und GiB auseinanderhalten und das Sicherungsfenster in Mbit/s bestimmen. Dazu Sicherungsarten, die 3-2-1-Regel sowie RPO und RTO am Zeitstrahl — mit allen Rechenwegen aus dem Betrieb Rohrwerk Talbach.

  14. 14

    Daten verstehen — Tabellen, Schlüssel, Redundanz

    Wie eine relationale Datenbank aufgebaut ist: Tabelle, Datensatz und Attribut, passende Datentypen, Primär- und Fremdschlüssel, Beziehungen 1:1, 1:n und n:m. Dazu Redundanz und die drei Anomalien an der alten Auftragsliste des Betriebs Rohrwerk Talbach — und wie man die Liste sauber in Tabellen zerlegt.

  15. 15

    Abläufe beschreiben — Pseudocode, Schreibtischtest, Aktivitätsdiagramm

    Eine vollständige Freigaberegel des Betriebs Rohrwerk Talbach als Pseudocode lesen, im Schreibtischtest für mehrere Aufrufe durchspielen und die typischen Fehler finden: falsche Reihenfolge, fehlende Bereichsprüfung, Schleife einen zu weit. Dazu Randfälle, Entscheidungstabelle mit acht Regeln und dieselbe Regel als UML-Aktivitätsdiagramm.

  16. 16

    Datenschutz und IT-Sicherheit am Arbeitsplatz

    Schutzziele belegen, personenbezogene Daten und ihre Grundsätze, die Datenpanne mit der 72-Stunden-Frist, Auftragsverarbeitung, Standortdaten der Beschäftigten sowie Benutzerrechte, Härtung und zentrale Geräteverwaltung.

  17. 17

    Englische Unterlagen lesen und auf Deutsch wiedergeben

    Der englische Auszug in der AP1: in fünf Schritten die geforderten Nennungen finden, Signalwörter wie must, otherwise und will void nutzen, Wortliste und falsche Freunde — mit zwei vollständigen Beispielauszügen samt Musterlösung.

  18. 18

    Menschen mitnehmen — Einweisung, Schulung, Beschwerden

    Stichtag, Wellen, Pilot- und Parallelbetrieb im Vergleich, Schulung richtig planen und nachweisen, Ängste der Belegschaft sachlich beantworten, Rückmeldungen einordnen und eine Beschwerde in fünf Teilen schriftlich beantworten.

  19. 19

    KI im Betrieb — Anwendungsfelder, Grenzen, Verantwortung

    Wo künstliche Intelligenz im Betrieb hilft und wo nicht: Anwendungsfelder in einem Arbeitsablauf finden, Grenzen wie erfundene Antworten und verzerrte Trainingsdaten, Datenschutz beim Einsatz, ethische Bedenken der Beschäftigten, Kosten eines KI-Dienstes und warum die Verantwortung beim Betrieb bleibt — am Chatbot und an Angebotsentwürfen des Betriebs Rohrwerk Talbach.

  20. 20

    Schutzbedarf und Verschlüsselung — Daten richtig absichern

    Schutzbedarf normal, hoch und sehr hoch bestimmen, Risiken einstufen, technische und organisatorische Maßnahmen zuordnen, Pseudonymisierung und Anonymisierung unterscheiden, Betroffenenrechte anwenden. Dazu symmetrische, asymmetrische und hybride Verschlüsselung mit Schlüsselrechnung, Hashwerte, digitale Signatur und Personal Firewall — alles am Betrieb Rohrwerk Talbach.

  21. 21

    Generalprobe — 90 Minuten, 100 Punkte

    Eine vollständige AP1-Übungsprüfung über das Rohrwerk Talbach: eine Ausgangssituation, sechs Materialien und vier Handlungsschritte mit genau 100 Punkten — dazu der Zeitplan für die 90 Minuten, die Folgefehler-Regel und die komplette Musterlösung mit Rechenwegen und ausgewiesenen Teilpunkten.